Konservierung von Ersatzteilen
#1
Guten Morgen miteinander,

wer hier im Forum mitliest weiß, das sich die Ersatzteillage für unser schönes Cabriolet in den letzten Jahren sukzessive verschlechtert hat, es immer schwieriger und/oder teurer wird, das eine oder anderere Teil überhaupt aufzutreiben.

Als Beispiele seien hier mal die DE's (Linsenscheinwerfer), das Heckleuchtenband, oder auch die elektrische Antenne genannt. Viele weitere Teile, die weit weniger sexy sind als die vorgenannten sind aber ebenfalls nicht mehr zu kriegen, weil unsere Fahrzeuge (oder baugleiche) nicht mehr en masse auf dem Schrott zu finden sind, Nachbauten nicht oder nur qualitativ schlecht zu bekommen sind und die Audi Tradition das Cabriolet gefühlt aufgegeben hat.

Da mich der Gedanke, dass ein simpler Auffahrunfall ggfs. dazu führt, dass ich den Wagen auf den Schrott schiebe, krank macht, Worte billig und Taten selten sind, habe ich vor vier Wochen Ernst gemacht und mir ein gut erhaltenes Cab, EZ 07/99, ADR, gekauft, welches ich aktuell mit Freude zum Detail schlachte.

Ziel der Übung ist mir diverse Teile auf Halde zu legen, weil 'Haben' im Zweifel besser ist als 'Brauchen'.

Ich hoffe natürlich schwer (und vertraue auch ganz stark) auf die Unsterblichkeit meines Schätzchens, so dass alles was ich auf Seite lege voraussichtlich niemals zum Einsatz kommen wird, aber man weiß ja nie... Ich finds blöd 

Die Frage, die sich mir stellt, ist wie ich verschiedene Teile sinnvoll behandeln oder konservieren kann, damit ich im Fallle des Falles auch ein funktionales Teil aus dem Regal ziehe und nicht ein zerbröselndes Etwas.

Die Herausforderungen hierzu sind natürlich mannigfaltig, weil die Blechteile eine andere Behandlung brauchen als elektrische Bauteile, oder solche aus Gummi. Schrumpfende Platinen, sich verflüchtigende Weichmacher, oder alternder Kunststoff sind alles Themen, die mir in den letzten Tagen durch den Kopf gehen und ich möchte vermeiden, auf einer kompletten 'Trial-and-Error-Basis' loszulegen, um dann in einigen Jahren festzustellen, dass ich a) falsch gelegen habe und b) die benötigten Teile nicht mehr zu kriegen sind.

Ich verfüge über über:

Eine trockene, luftige Möglichkeit zu Lagerung von Teilen (Garage und Halle)
Ein leistungsstarkes Vakuumiergerät
Gelduld und Sturheit, um das Thema anzugehen.

Ganz grundsätzlich sei noch gesagt, dass ich mir im Zuge der Aktion eine kleine Übersicht inkl.Teilenummern aufbaue, damit ich im Zweifel nachschauen kann, was vorhanden ist. Sämtliche Schrauben werden in beschrifteten Zip-Lock-Beuteln abgelegt, so daß ich auch diesbbezüglich leichteren Zugriff habe.

So, nu wäre ich für Tips eurerseits dankbar, wie ihr das Thema an der einen oder anderen Stelle angegeangen seid.


Beste Grüße und schönen Sonntag Cool

Klaus
Männer um die 40 50, die ein Auge zudrücken, tun dies nur noch zum Zielen!
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#2
https://pf31.pappenforum.de/thread/6226-...servieren/

Hier mal was so zum einlesen war ich zufällig mal hängen geblieben .

Dann mal viel Spaß beim einlagern und schön wenn man den Platz dafür hat


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#3
Hallo namenloser FF_007 (hessischer James Bond? Cool ),

danke für den Tip, ich les es mir mal durch.

Bezüglich des Platzes mussten mehrere Kilotonnen an Altlasten aus der Garage rausgeschafft  und eine Reihe von Regalen eingebaut werden. So ordentlich war es da noch nie...

Gruß

Klaus
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#4
Der namenlose heißt Frank

Eine neue Aufgabe und Zack aufgeräumt

Dann mal viel Spaß noch beim lesen , sortieren und auflisten.


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#5
Mahlzeit!
Die weitere Recherche hat bislang folgendes ergeben:

Gummiteile: Habe ein prima Forum von ein paar Jungs gefunden, die sich um alte Militärfahrzeuge kümmern. Dagegen sind unsere Probleme klein und leicht, kann ich nur sagen. Favorisierte Methode dort: Ordentlich Talkum drauf, luftdicht verpackt, ggfs. auch noch mit einem Beutelchen Silikagel (findet sich für kleines Geld im Netz) und dann dunkel und kühl gelagert. Beim Auspacken in Glycerin baden und alles ist gut. Silikonspray und Reinigung mit Isopropyl sind die Todsünden Nr. 1 und Nr. 2 (nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge)


Metallteile: Hier ist das Thema zweigeteilt: Zum einen hilft natürlich ein dünner Ölfilm (Ballistol, oder ähnlich. Säurefrei ist wichtig) und zum zweiten ist eine 'Feuchtigkeitsregulierende Verpackung hilfreich. Also im Karton, eingewickelt in Ölpapier und gelagert in trockener Umgebung.

Für größere Teile frage ich mich, ob man diese (ordentlich gereinigt und getrocknet) nicht mit so etwas wie einer Hohlraumversiegelung von permafilm (auf Basis Wollfett) einsprühen und damit konservieren könnte. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob das irgendetwas mit dem Lack macht und ob - und wenn ja: wie? - man das nach n+1 Jahren wieder runterbekommt... Hat da jemand Erfahrung, oder eine zielführende Idee? Meines Wissens werden auch Neuwagen mit einer dünnen wachsähnlichen Schicht ausgeliefert, die schützt, aber leicht zu entfernen ist....

Elektrische Bauteile: Da gibt es professionelle Lösungen für Unternehmen, die Bauteile langfristig einlagern wollen, damit die teure Maschine auch in 50 Jahren noch ihren Dienst tun kann. Das ganze ist bestimmt super, wahrscheinlich leider auch super teuer. Diesbezüglich habe ich noch keine vernünftige Lösung gefunden. Das Thema ist umso ärgerlicher, als dass es sich bei den hier relevanten Bauteilen ja auch um solche mit munterem Materialmix handelt - man denke z.B. an das KI...

Kunsstoff: Auch hier habe ich im ersten Hieb nur unbefriedigende Informationen gefunden. Dunkel (klar), trocken (klar), Kein Öl, o.ä. drauf (irgendwie auch klar) und irgendwie nicht zuwarm und nicht zu kalt (ebenfalls nachvollziehbar). Ob es diesbzgl. Möglichkeiten gibt, das Ausgasen von Weichmachern zu verhindern, oder die Schaffung eines sauerstofffreien Umfelds Sinn macht. Kann ich noch nicht sagen. Mal sehen, was ich noch so finde...

Gruß

Klaus
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#6
Moin Klaus,

so wie du es beschrieben hättest, würde ich es auch machen:

Gummi:
- Kühl, dunkel und Talkumpuder

Metall:
- Kleinteile mit Ölfilm besprühen und in eine Tüte packen
- Großteile mit Ölfilm besprühen und in Ölpapier wickeln (haben wir im Maschinenbau auch so gemacht)

Kunststoff:
- Vakuumieren; wo keine luft, da kann nichts/wenig ausdünsten

Elektrische Bauteile:
- eventuell dünn mit Akku-Polfett einsprühen?! Wäre vlt. ein Versuch wert, ausprobiert habe ich es aber nicht.
Gruß Manny
[Bild: AM-JKLU2QjpgGwlV6ms5olMUH9yGqtxfyyGIGNVM...authuser=0]
Instagram:
@lichtbildmuensterland / https:www.instagram.com/lichtbildmuensterland
 
Veränderungen:
IMSA GTO-Folierung; Facelift Umbau
; Boschmann und Hifonics Lautsprecher samt Verstärker; Audi Navigation Plus DX mit TMC-Box mit Multi-Media Interface, Dietz 1212/B, Zemex DVB-T D90 2G und Parrot CK3100;
ZV-Panikschalter im Türgriff; TFL in den Nebelscheinwerfern; Scheinwerferreinigungsanlage; 12V Steckdose im Kofferraum; Hardtop; MAM6 Felgen; Sportlenkrad mit Glatt-/Lochleder unten abgeflacht; Reinhold Module;
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