Themen Beitrag: derMichlHinterachslager sind durch...
#1
"Holter di Polter"- die Hinterachse pollert... Supi

Der Freundliche Mensch beim Autofahrerclub hat mir bei der heutigen Untersuchung gesagt das sich meine Hinterachslager in ihre Bestandteile auflösen.... daher die Geräuschkulisse beim Bahnübergang...

Wie sieht die Lagerung der Hinterachse aus, ist das vergleichbar mit der Vorderachse???

Er meinte da sind mehrere Lager, aber die seien alle grob-porös und ausgeschlagen,am besten alle neu und a Ruh is!!!!!

Was gibts da hinten drunter alles und kann man das selber machen???

mfg derMichl
stolzes Mitglied des besten Forums im Net Erst mal was mampfen
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#2
Hi Michl

Ich habe meine Achsgummis doch in der Werkstatt machen lassen, weil
a) die Lager der Achse und die des Torsionsstabs eingepresst sind
b) die Achse raus muss
c) die Bremsleitung ab muss und danach entlüftet wird

Ich kann bei Bedarf noch mal scheuen was das gekostet hat...

So Long
Tux
Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muss man es vorwärts.
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#3
Hört sich teuer an ..... Lesen
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#4
Was löhnt man für diesen Service???

Gibts an der HA auch verstärkte Lagerbuchsen???

mfg derMichl
stolzes Mitglied des besten Forums im Net Erst mal was mampfen
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#5
Hier die Preise:

Aus- und Einbau: 144 EUR
Lager Ersetzen: 76 EUR
Buchsen(Achse+Stab): 43 EUR
+MwSt

Summe: 313 EUR
Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muss man es vorwärts.
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#6
Alles halb so schlimm......

hier ein paar Bilder, wie man schnell und einfach die Lager in 3 Stunden ohne Bühne wechselt. Kosten: 3,86 Euro pro Seite. Natürlich braucht man Werkzeug und Geschick.

Heute der Bericht über den Lagerwechsel an der Cabrio-Hinterachse mit Bildern.
Also, Cabrio aufgebockt und mit Böcken gesichert. Natürlich liegt zwischen Schweller und Stützbock ein festes Gummi um die Schutzschicht nicht zu beschädigen.

[Bild: file.php?id=16940&t=1] Cabriolet aufgebockt

Dann die Bremsschläuche gelößt und verschlossen. Bei Arbeiten an Bremsleitungen nehme ich immer einen alten an einer Seite verschlossenen Bremsschlauch, in den ich die offene Leitung eindrehe.
Das herausschrauben der Hinterachsschraube gestaltete sich etwas schwierig, weil die Platzverhältnisse doch recht eng sind, sprich, mit Ratsche und Nuß war erstmal nichts zu machen. Mit dem 18er Schlüssel ging es dann.
[Bild: file.php?id=16939&t=1] Enge Platzverhälnisse rechts


Kaum ist die Schraube raus, merkt man sofort, wie die Achse nach vorne schwingt. Ich habe das Rad bewußt nicht demontiert damit ich mit einem Holz das Schwert anschließend wieder gut einfädeln konnte.
[Bild: file.php?id=16938&t=1]

Linke Seite das gleiche Spiel.
[Bild: file.php?id=16941&t=1]


Zwischen Rad und Radlauf habe ich ein Vierkantholz geklemmt, was ich dann später brauchte, um das Achsschwert nach unten zu positionieren.
[Bild: file.php?id=16937&t=1]


Ich habe dann die Achse auf beiden Seiten nach hinten gezogen und die Achsschwerter nach unten gedrückt.
Mit besagtem Stück Holz zwischen Schweller und Achsschwert wurde der OP-Bereich entsprechend gut zugänglich vorbereitet.
Bei genauem Hinsehen konnte ich feststellen, daß das Lager in der Tat schon ins Alter gekommen ist und sich das Gummi vom Metall teilweise gelöst hatte. Bitte hier auch mal darauf achten, wie das Lager eingebaut ist. Parallel zur Schwertrichtung sind links und rechts im Gummi Aussparungen. Genauso muß das neue Lager auch eingebaut werden. (Später auf Einbauposition achten)
[Bild: file.php?id=16936&t=1] Auf Einbau-Position achten


Mit einer M12 Schraube (übrigens vom Zylinderkopf eines AAT Motors), der Aussenschalte eines alten vorderen C4-Radlagers und einem U-Profil bewaffnet, konnte ich das innere Lager problemlos in das Distanzstück ziehen.
[Bild: file.php?id=16935&t=1] Gebasteltes Ausziehwerkzeug


Jetzt mußte „nur noch“ die äussere Schale aus dem Achsschwert entfernt werden.
[Bild: file.php?id=16934&t=1] Hülse noch im Hinterachsschwert


Eurem Rat folgend, habe ich die Hülse eingesägt um die Spannung herauszunehmen – sitzt in der Tat verdammt fest. Ob eine Stichsäge immer das Mittel der Wahl ist, sei dahin gestellt, das Sägeblatt der Handbügelsäge war Schrott und mit der Stichsäge ging es schön einfach. Da ich die Drehzahl bei der Festool sehr herunterregeln kann, war die Gefahr zu tief zu sägen, relativ gering. Hier sieht man die getrennte und herausgeschlagene Hülse.
[Bild: file.php?id=16933&t=1] Getrennte und rausgeschlagene Hülse


Nachdem ich das Auge gesäubert hatte, wurde das neue Lemförder—Lager eingezogen. Dazu entsprechendes Rohr oder eine Nuß nehmen und darauf achten, daß nicht das Gummi sondern nur die äußere Hülse gedrückt wird. Achtung: Einbaulage beachten! Siehe Bild 2.
Anfangs verkantete das Lager aber mit Gefühl und genauem Beobachten, wie sich das Lager einzieht, hat man nach einem Drittel des Weges gewonnen.
Achtung: Im Bild hier wurde vor Erreichen der endgültigen Position noch ein Rohrstück eingelegt damit sich das Lager auch vollständig in die richtige Position ziehen kann.
[Bild: file.php?id=16931&t=1] Lager einziehen


Fertig – das Lager sitzt, ist auch in der richtigen Position und das Gummi unbeschädigt.
[Bild: file.php?id=16943&t=1]


Blick auf die andere Seite – passt.
[Bild: file.php?id=16929&t=1] Rückseite sitzt auch


Der Rest erklärt sich von selbst – alles wieder zusammenbauen, Bremsleitungen anschließen, entüften, etc..
Wissenswert ist, daß die "Mutter" der Achsschraube ein massives Stück Metall mit Innengewinde ist. Dies ist nicht fest mit der Karrosserie verbunden, sprich, wenn die Schraube nicht greift, muß man den Innenradschutz aus Kunststoff etwas nach hinten ziehen und das Gegenlager von Hand positionieren. Fummelsarbeit, aber geht.

Ein Hinweis noch: Die Achsschrauben nicht völlig festziehen sondern das Fahrzeug erst ablassen und im eingefederten Zustand die Schrauben endgültig anziehen. Sonst macht das Lager (Gummi-Metall-Verbindung) nicht lange mit.
Verwendet wurden übrigens Lager von Lemförder – derzeit im Angebot für sage und schreibe 3,86€.
Übrigens: Bei der Suche nach geeigneten Rohrstücken zum Ein- und Ausziehen bin ich über ein altes vorderes Radlager vom Audi C4 gefallen und konnte die Teile nutzen. Das Innenlager passt genau auf die äußere Hülse des Hinterachslagers, die Außenhülse des Radlagers eignete sich gut als Distanzstück um das Hinterachslager einzuziehen.
[Bild: file.php?id=16928&t=1] Gegenlager Hinterachsschraube


Die gesamte Arbeit hat ohne Eile 3 Stunden gedauert.
So, jetzt bin ich mal gespannt, ob der TÜV nun zufrieden ist.
Ich hoffe, dass der Bericht dem einen oder anderen helfen wird oder zumindest die Bedenken beim Anstehen solcher Arbeiten nimmt.

Einen netten Gruß
Manni
ps: Kritik und oder Verbesserungsvorschläge erwünscht
Schönwettercruiser: Kaktusgrün Perleffekt, Verdeck schwarz elektrisch, Leder schwarz, Aludekorleisten, Sunline-Ausstattung, DELTA CC & 6-fach CD, Bolero mit 225/45R17
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#7
Hallo Manni,

mein Vorschlag wäre, die Bilder auf einem für alle frei zugänglichen Server zu parken.
Anscheinend verlinkst du zu einem anderen Forum. Dort hat man als externer User wohl nicht die Berechtigung, die Biilder zu sehen.

Gruß
Manuel
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#8
(16.10.2017, 06:47)Manuel79 schrieb: ..... mein Vorschlag wäre, die Bilder auf einem für alle frei zugänglichen Server zu parken ....

Hallo,

noch besser wäre es, die Bilder hier zu "parken".
Mit der Funktion "Attachment" geht das problemlos und man kann die Bilder (als "Thumbnails") auch direkt im Text plazieren.


Anmerkungen zum Thema selbst:

Die Art, wie das Fahrzeug (vermutlich) mittels Rangierwagenheber angehoben und anschließend abgestützt wurde, halte ich für sehr bedenklich.

Aus dem Reparaturleitfaden AUDI:

Zitat:Achtung!
Um Beschädigungen am Fahrzeugboden bzw. ein Abkippen des Fahrzeugs zu vermeiden, dürfen Sie das Fahrzeug nur an den auf den Abbildungen gezeigten Aufnahmepunkten anheben
......
Werkstattwagenheber
......
Ein Werkstattwagenheber darf nur an den abgebildeten Aufnahmepunkten angesetzt werden.
Der Wagen darf keineswegs an der Motorölwanne, am Getriebe, an der Vorder- oder Hinterachse angeboben werden, da sonst schwerwiegende Schäden eintreten können.


Wo das Fahrzeug hinten anzuheben und abzustützen ist, zeigt nachfolgendes Bild:
[attachment=3920]
Tatsächlich wurde das Fahrzeug zu weit vorne und nur auf der Kante des Unterstellbocks (Punktlast!) abgestützt:
[attachment=3921]

Bei einem so "gesicherten" Fahrzeug die Schrauben zu lösen, die mit 100 Nm + 90° angezogen wurden, würde ich mich nicht trauen!
Und anschließend wieder so anzuziehen (hoffentlich mit neuen Schrauben?) ebenfalls nicht, schon gar nicht, wenn das Fahrzeug an der Vorderachse nicht gegen wegrollen gesichert ist, sondern nur vom Getriebe "gebremst" wird

Nenene

Wer jetzt meint: "Datt hält schon ... ", dem möchte ich sagen:
Das habe ich bis vor ein paar Tagen (aus den Schrauber-Erfahrungen der 80er Jahre) auch gedacht.
Dem ist aber nicht (mehr) so. Die Fahrzeuge sind heute deutlich schwerer und lange nicht mehr so stabil wie vor 30 oder 40 Jahren.

Meinen Versuch, einen 4er Golf (2003) an beiden Längsträgern vorne mit einem 120er Kantholz als Unterlage und mittig angesetzem Hydraulikheber anzuheben, habe ich bei beginnender Verformung der Längsträger sehr schnell wieder aufgegeben.

Dass man es selbst machen kann, hat Manni uns gezeigt. Vielen Dank dafür.
Aber bitte mehr Sicherheit beim Versuch, es nachzumachen!

Gruß
Peter
Was stört es die deutsche Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt?  Ich lach mich wech
Mein PN-Speicher ist voll. Bei Fragen oder Hinweisen bitte eine Email schreiben.
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#9
Vielen Dank für die Hinweise, insbesondere zu den Aufnahmepunkten und den Anzugsmomenten.

Was man auf den Bildern nicht sieht, das FZ war gegen wegrollen gesichert, aber nur einseitig.

Ja, das nächste Mal mach ich's besser.

Gruß
Manni
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#10
Hallo Manni,

das

(16.10.2017, 20:04)Peter_Pan schrieb: ... Und anschließend wieder so anzuziehen (hoffentlich mit neuen Schrauben?) ebenfalls nicht, ...

ist natürlich Unsinn meinerseits, da die Schrauben bei abgelassenem Fahrzeug angezogen werden.
Au Backe

Die Frage ist: Hast Du neue Schrauben (Teilenummer N90720801) verwendet?

Falls nicht, solltest Du die Schrauben noch auswechseln und mit dem richtigen Drehmoment anziehen.
Wir wollen doch alle, dass Deinem schönen Cabrio und vor allem Dir nichts passiert!
Zwinker

Gruß
Peter
Was stört es die deutsche Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt?  Ich lach mich wech
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