Themen Beitrag: rusty-ramboAAH Benzinverbrauch,Motorsteuergerät
#1
Hallo ihr glücklichen Cabrio- Fahrer,
Ich bin lange Zeit Leser des FAQ’s gewesen, mit Euren Erfahrungen und Dokumentationen habe ich in meinen Wagen einen Tempomat und eine Klimaanlage eingebaut.
Ich möchte allen patenten Kerlen danken, die ausführliche Beschreibungen geben.
Mein Auto ist nur ein Audi 100 V6 2.8 l, reine Familienkutsche, aber mit Stahlschiebedach. Wenn das Wetter bei uns in der Normandie besser wird, und die Kinder aus dem Hause sind, werde ich mich wohl auch nach einem Cabrio umsehen.
Aber nun zu dem Problem meines Audi’s:
Der Motor ist wohl noch einer der älteren: Unterdruckpumpe am rechten Zylinderkopf, Öldruckgmesser am linken Zylinderkopf, Luftmassenmesser mit Potentiometer, Motorsteuergerät MMS 100, und hat jetzt erst 80.000 Km drauf.
Normalerweise fahre ich auf Autogas, ausser den kurzen Strecken zur Tankstelle, wenn mal der Tank leer ist. Ich hatte schon immer den Eindruck, das ser auf Benzin zuviel verbraucht, dies hat mich aber nicht sehr geärgert.
Meine Gasanlage ist verbrauchsmässig auch nicht besonders, ich kann sie auch nicht optimieren, da es keinen Zugriff über OBD gibt. Deshalb möchte ich das Steuergerät der Gasanlage tauschen, dafür sollte der Wagen aber auf Benzin korrekt fahren. Darum habe ich mir ein Lambda- Kontrollgerät (siehe Internet: Taunus-Biker) selbst hergestellt und folgendes festgestellt:
Betrieb auf Gas: beim Beschleunigen zu mager, Landstrasse/Autobahn gut(eher fett, die Sondenspannung springt zwischen 0.1 und 0.9 Volt), Schubabschaltung sporadisch, Leerlauf gut.
Betrieb auf Benzin: Leerlauf gute Wert (ist ja auch durch die ASU gekommen), beim Fahren immer zu fett, (die Werte springen nicht, sondern bleiben auf 0.85 Volt), Schubabschaltung gut.
Die Werte des Lambda- Kontrollgerätes sind mit digitalen und analogen Voltmetern bestätigt.
Das Motorsteuergerät liefert bei eingeschalteter Zündung einen Strom von 0.28-0.30 Volt an die Lambdasonden, das soll wohl auch so sein.
Daraufhin habe ich die in Frage kommenden Bauteile geprüft, getauscht (aus meinem Schlachter), nochmals durchgemessen, Blinkcode ausgelesen, diverse Kabel abgesteckt, Batterie abgeklemmt, usw.
Der Motor springt gut an, läuft gleichmässig, beschleunigt gut, wird meines Erachtens auch seine Höchstgeschwindigkeit erreichen, (ich kann es hier in Frankreich nicht wagen, zu schnell zu fahren, bei mehr als 50km/h = Führerschein weg, Auto weg, Rechtsanwalt bezahlen), und verbraucht bei Opa- Fahrweise 16- 18 Liter Benzin, (12- 14.5 Liter auf Gasbetrieb).
Jetzt bin ich mit meinem Latein am Ende.
Habe ich zwei defekte Motorsteuergeräte, bzw. zwei defekte Luftmassenmesser? Habe ich eine Exportversion ohne Lambdaregelung? Welche Prüfarbeit habe ich übersehen, wo soll ich nochmal anfangen?
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#2
Hallo,

wenn du mehr Infos zu deinem Motor brauchst hilft das hier schonmal gut weiter.
http://www.volkspage.net/technik/ssp/ssp/SSP_130.PDF

Gruss



1992er NG auf Borbet LS 18" - schwarze Schönheit, mit manuellem Verdeck
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#3
Moin Rusty,

welche Gasanlage?
Normalerweise ist der Verbrauch mit Gas ca 10% höher als mit Benzin.
Das Motorsteuergerät bestimmt auch im Gasbetrieb die Einspritzzeiten und die Einspritzdauer, das berechnet nicht das Steuergerät der Gasanlage.

Lambdasonde kann es sein, Leerlaufregelventil kann es sein.....schwierig zu sagen.
Es kann auch etwas ganz einfaches sein: schlechter Massekontakt des Gas-Steuergerätes.

Ist der Wagen diagnosefähig? Wenn ja, mal an VAG-Com anschließen und auslesen.


Grüße aus WOB

Michael
In China isst man das Auge mit!!!

[Bild: 34-240512093758.jpg]

Zwo-Achter mit Allem
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[Bild: event.png]


Dieses mal: wieder geklaut beim Nobs
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#4
Guten Morgen,
Vielen Dank für Eure Tipps und Hinweise,.
Das Selbststudienprogramm von der MPI ist eine feine Sache und hat mir bisher geholfen, Zusammenhänge und Funktionen zu verstehen. Auch “So wird’s ….” Liegt auf dem Küchentisch.
Die rechte Lambdasonde hatte ich schon ausgetauscht, aber meine Voltmeter zeigen bei allen Sonden gute Funktion an. Man kann auch sehr gut sehen, wie nach Kaltstart die Sonden anfangen zu arbeiten und nach 200 Metern richtig regeln.
Leerlaufregelventil getauscht, beide sind meines Erachtens in Ordnung.
Weiterhin: die Gasanlage ist von der italienischen Firma AEB und wurde 2002 eingebaut. Das Steuergerät hat einen integrierten MAP- Sensor und lebt sonst mit Infos von Drehzahl, Drosselklappenpoti, Einsritzzeiten und Lambdaspannung.
Die Anlage besteht aus dem Steuergerät und drei Zusatzmodulen (Drehzahl, Unterbrechung Benzineinspritzdüsen, Ansteuerung Gasventile), zusammenhängende Masse und an zwei Punkten an die Karosserie.
Ich habe auch schon alle Stecker von der Gasanlage mal abgeklemmt bzw. überbrückt, um sicher zu sein, dass die Gasanlage nicht das Steuergerät MPI beeinflusst. Am Fahrverhalten und Verbrauch im Benzinbetrieb hat sich nichts geändert.
Die Werstatt kann ein VAG Com anschliessen, seiner Meinung nach bringt das nicht sehr viele zusätzliche Infos, (wie es im SSP 130 beschrieben), aber ich halte es mal im Auge.
Und jetzt wird es richtg spannend:
Normalerweise bringt eine Fehlersuche nach dem Prinzip:
“Ich stecke mal ein Kabel ab. Wenn es dann schlechter wird, stecke ich ein Anderes ab”
nicht sofort zum erwünschten Ergebnis.
Aufgrund des Berichtes des Kollegen mit Wasser im Fussraum und im Motorsteuergerätes und der folgenden unerklärlichen Fehlfunktionen, habe ich einfach mal den Stecker vom Motortemeraturgeber abgezogen.
Folge: schlechtes Anspringen, bochiges Anfahren, heftiger Übergang in den Schiebebetrieb, etwas erhöhte Leerlaufdrehzahl (100 oder 150 Touren mehr). “Egal” denke ich mir, “MPI rechnet ja jede Minute 10°C drauf”. Nach 15 Kilometern (also bei einer Motortemperatur von 150°C) immer noch das gleiche bockige Verhalten.
Ganz am Anfang meiner Fehlersuche (vor etwa drei Wochen) hatte ich schonmal den Stecker des Luftmassenmessers LMM abgezogen gehabt und dabei fast keinen Unterschied im Fahrverhalten bemerkt, (bis auf ein bisschen Ruckeln wegen fehlendem CO- Poti). Thema LMM wurde zu den Akten gelegt, weil Beide (mit gebastelter Kabelbrücke) gleiche und korrekte Werte anzeigten:
Pin 2 an Masse: 1.4 Ohm (Zündung aus).
Zwischen Pin 2 und 3: Batteriespannung (mit Zdg.)
Zwischen Pin 1 und 2: 1.69 Volt im Leerlauf; 1.74 V bei 1000Umdr./min; 2.00 V bei 2000U; 2.35 V bei ca. 3000U.
Wenn meine MPI das Rechnen verlernt hat (jede Minute 10°C mehr, ist nicht so schwer) und sich deshalb auch noch bockig anstellt, was wird sie dann für Anstalten machen, wenn ich ihr so etwas Vitales wie LMM- Signal entziehe?
Ob nun der Stecker des LMM abgesteckt oder angeklemmt ist: die Spannung der Lambdasonden “springen” nicht sondern bleiben konstant ,( 0.78 Volt = fettes Gemisch, im vierten Gang bei 95 km/h auf ebener Fahrbahn). Beim Wechsel auf Gas springen die Spannungen der Sonden, so wie es sich gehört.
Vielleicht ist der Fehler damit etwas eingegrenzt:
1.) Beide LMM hinüber; 2.) beide MPI defekt; 3.)Kabel bzw. Stecker dazwischen hat ein Problem (= bei Sturm und Regen unterm Carport zwischen LMM und MPI durchklingeln; 4.) der MPI ist es völlig egal, dass der LMM abgesteckt ist, weil das Problem ganz wo ander liegt. Deshalb zeigt sie auch nur beide Fehlercodes bei abgestecktem Stecker (= ich weiss genauso viel wie vorher).
Ich verspreche Euch, dass ich als Autodidakt nicht weiter daran rumbastele, bevor ich von Euch die ausdrückliche Genehmigung dafür bekomme.
Viele Grüsse aus der Normandie
Norbert

Guten Morgen,
die Steckverbindungen und Kabel zwischen MPI Motorsteuergerät und dem Luftmassenmesser sind in Ordnung.
Norbert
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#5
Hallo,

neue Erkenntnisse mittlerweile?

Bin nur neugierig, weil ich selbst ZWEI Audi 100 C4 mit AAH-Motor hatte (und noch habe - stehen abgemeldet rum) von jeweils 1991; einmal Schalter, einmal Automatik, und den Schalter auch mit Autogas.

Allerdings hatte ich die von Dir beschriebenen Extremverbräuche NIE - oder fährst Du Extremkurzstrecke?

Einer der beiden (der Automat) hatte Problem mit Anspringen, dessen Ursache ich aber nie untersucht hatte. Ein einziges Mal ging er mir trotz vollem Tank auf der Autobahn aus, nachdem er zuvor einige km mehrfach Aussetzer hatte. Lösung: Servo-Öl war unter Minimum. Habe nachgekippt, dann lief er wieder zufrieden.

Schöne Grüße,
Kai (auch Autodidakt)
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#6
Hallo Leute, Hallo Kai,
nachdem ich ja so viele gut gemeinte Ratschläge erhalten habe, wusste ich zuerst nicht, wo ich bei der Fehlersuche weitermachen sollte.
Ich wollte wieder von vorne anfangen: Drosselklappenpoti, Luftmassenmesser usw.
Zwischendurch habe ich auch Einspritzmenge, Stellung der Nockenwellen, Hallgeber und Anderes kontrolliert.
Da alles in Ordnung war, hatte ich eine Kurschlussreaktion: ich habe den Pin C9 mit B3 verbunden.
Von den geschätzten 18l/100km ging er auf geschätzte 10l/100km runter. Jetzt weiss ich mehr.......
Hallo Kai,
fahr den Schalter doch weiter, es gibt nichts besseres und sparsameres auf dem Markt!
Viele Grüsse aus der Normandie
Norbert
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#7
(14.03.2015, 20:50)rusty-rambo schrieb: Hallo Leute, Hallo Kai,
nachdem ich ja so viele gut gemeinte Ratschläge erhalten habe, wusste ich zuerst nicht, wo ich bei der Fehlersuche weitermachen sollte.
Ich wollte wieder von vorne anfangen: Drosselklappenpoti, Luftmassenmesser usw.
Zwischendurch habe ich auch Einspritzmenge, Stellung der Nockenwellen, Hallgeber und Anderes kontrolliert.
Da alles in Ordnung war, hatte ich eine Kurschlussreaktion: ich habe den Pin C9 mit B3 verbunden.
Von den geschätzten 18l/100km ging er auf geschätzte 10l/100km runter. Jetzt weiss ich mehr.......
Hallo Kai,
fahr den Schalter doch weiter, es gibt nichts besseres und sparsameres auf dem Markt!
Viele Grüsse aus der Normandie
Norbert

Salut Norbert,

jetzt fehlt noch eine etwas detailliertere Schilderung, was genau es mit den beiden von Dir benannten PINs auf sich hat, zu welchem Stecker die gehören, was die regeln etc.

Salutations meilleures dans la Normandie,

Kai
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