Themen Beitrag: tommingerLenkmanschette, Radlager und Spureinstellen
#1
Hallo Gemeinde,

habe aus aktuellem Anlaß Fragen zu 2 Themen:

1) Lenkmanschette:
An meinem Cab ist die Manschette, die auf der Lenkstange sitzt, auf der Seite, wo die Spurstange sitzt, abgesprungen.
Ich bekomme sie weder zurückgeschoben, noch gezogen etc......dazu folgende Fragen:
a) wie wird die Lenkmanschette befestigt?
b) Wie lange dauert der Wechsel der Lenkmanschette?
c) Was gibt es dabei zu beachten?
d) Muß die Spur danach neu eingestellt werden?


2) Trennung Radlager/Federbein
Zum Wechseln deräußeren Manschetten auf den Antriebswellen muß das Radlager runter.
dabei wird es aus Zeitgründen meistens an den 2x M14-SChrauben vom Federbein getrennt.
Diese Schrauben sind zwar keine "Paßschrauben", aber die Löcher keine Paßungsbohrungen, aber sie
lassen den Schraubentrotzdem kaum Spiel.
a) Muß wirklich die Spur nach dem Abnehmen der Radlager jedesmal neu eingestellt werden?
b) Wie wechsel man am besten die äußere Antriebsmanschette?



Besten Dank und viele Grüße,

Alex
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#2
Hallo Alex,

ich würde noch die Maschetten der Antriebswellen tauschen.
Dazu geht Du wie folgt vor:

-Radnarbenschraube vor dem Rad abschrauben lösen, Wagen muss auf den Boden stehen
-die beschrieben Schrauben am Federbein lösen
-Stabigestänge, Lenkgestänge, Stabigestänge von der Achskonstruktion lösen
-Tragwerkgelenk lösen
-Radnarbenschraube ganz rausschrauben
- Federbein abdrucken um die Antriebswelle am Radlager rauszuziehen.
-Der Trick...die Radnarbenschraube in die Welle ganz reinschrauben und das aussere Gelenk
 von der Welle löst sich.

der Rest ergibt sich....

Radnarbentausch sind in FAO beschrieben.
Du brauchst eine Werkzeug für Silentslager ausdrehen...

Spur brauchst Du nicht einstellen, achte aber das du das Lenkgestänge und nicht verdrehst.

Grüße Daniel
[Bild: 360.jpg]



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#3
Achsmanschette Radseitig wechseln sollte auch OHNE Demontage des Radlagers und der beiden M14 gehen.

Zumindest musste ich das bei meinem kompletten Fuhrpark bisher noch nirgends demontieren, wenn ein Wechsel anstand.

Zum entfernen der Antriebswelle aus dem Radlager sollte ein Volleinschlag der Lenkung auch ausreichend sein.
Gruß Jürgen

[img][Bild: Signatur.jpg][/img]
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#4
Hallo,

ich würde das Radlagergehäuse nicht demontieren. Die Antriebswelle kriegst Du auch so raus.
Die beiden M14 haben keine Langlöcher, korrekt. Trotzdem kann sich der Sturz minimal verstellen,
wenn man die löst, also zur Sicherheit ab zur Achsvermessung.

Bei der Lenikmanschette musst Du die beiden Spurstangen abschrauben. Nach dem Wechsel der Manschette
die Spurstangen wieder ordentlich festschrauben, ohne sie zu verdrehen. Dann sollte die Spur noch
stimmen.


Gruß

Bernhard
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#5
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für Eure schnellen Antworten.

@El Tigro, @Audi_Jr:
1) Ihr hat zum Wechseln der äußeren Manschetten das Radlager NICHT an den 2x M14-Schrauben vom Feder abgeschraubt.
Habt Ihr dann aber die Spurstange, den Stabi oder das Traggelenk vom Federbein/Radlager abgeschraubt, um
bei Volleinschlag der Lenkung die Antriebswelle rauszubekommen?
2) Wie waren Eure Arbeitsschritte?


3) Wenn man sowieso schon die Antriebswellen "frei" hat, läßt sich dann die "innere ", d.h. die getriebeseitige, Manschette direkt
und leicht mit wechseln? oder Muß dazu dann die Antriebswelle komplett runter, d.h. vom Getriebe abgeschraubt werden?

Danke und viele Grüße,

Alex
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#6
Also ich bau die Antriebswelle zum Manschettenwechsel grundsätzlich aus, da ich nur ne kleine Grube habe (aber besser als nichts).

Dazu folgende Schritte (ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Reihenfolge, da schon lang nicht mehr gemacht an ner 80ger Karosse):

- Zentralschraube lockern
- Auto anheben, Rad demontieren
- Schutzblech über Antriebswelle am Getriebe demontieren
- alle Schrauben der Antriebswelle am Getriebe entfernen
- Schraube Traggelenk am Achsschenkel lösen
- Dreieckslenker aus Achsschenkel lösen
- Volleinschlag
- kurzer Schlag mit Hammer auf gelockerte Zentralschraube (um Sitz im Radlager zu lösen)
- Zentralschraube entfernen
- Antriebswelle ausbauen

- Antriebswelle in Schraubstock spannen
- Zentralschraube einschrauben bis es einen Ruck gibt und das Gelenk "abhüpft"
- Schellen lösen
- alte Manschette runter
- Gelenk und Welle von altem Fett befreien
- neue Manschette mit Schellen drauf
- Gelenk wieder aufdrücken
- einfetten
- Schellen festmachen

- Einbau in umgekehrter Reihenfolge

Wechseldauer mit hobbymäßiger Werkstattausrüstung (Wagenheber, Schlagschrauber, Ratschenkasten, Spezialnuss etc) ca. 30 Minuten wenn alles problemlos funktioniert.
Gruß Jürgen

[img][Bild: Signatur.jpg][/img]
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#7
Hi,

ja, ich machs genauso. Nur lass ich die Antriebswelle eingebaut, wenn nur die radseitige Manschette
erneuert werden muss.
Willst Du auch getriebeseitig wechseln, muss natürlich die Welle komplett ausgebaut werden.

Wenn die Radlager auch erneuert werden sollen, muss noch die Bremse ab.

Grüße

Bernhard
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#8
Hi,
@Audi_JR
Wenn du die Gelenkwelle komplet ausbaust, warum löst du dann den Querlenker vom Achsschenkel? Der kann dran bleiben.

Zum Wechsel der äußeren Manschette lasse ich die Welle eingebaut, manche kann man bei Volleinschlag aus dem Radlager ziehen, bei Anderen löse ich nur das Traggelenk vom Radlagergehäuse. Aber nur die eine Querschraube vom Konus. Werden die beiden Schrauben zw. Federbein und Radlagergehäuse gelößt, ist der Sturz verstellt. Kann man aber mit einer Reißnadel markieren, und später wieder auf den gleichen Punkt stellen.

Manschette der Lenkung ist in 15-30 Minuten gewechselt, Spurstangenhalter mit 2 Schrauben von der Kolbenstange abschrauben (unten sind zusätzlich Muttern auf den Schrauben) und Manschette runter ziehen. Geht von oben, zumindest beim V6.
Cabrio ,A4,A3,Viano


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#9
Hallo zusammen,

Euch erstmal vielen Dank für die vielen Tips und Anregungen.

Kurze Rückmeldung zur Lenkmanschette beim NG:
Habe gestern beim NG die kaputte Lenkungsmanschette gewechselt. Also so leicht und schnell,wie hier beschrieben, daß es beim V6 möglich ist,
ging es hier nicht...aufgrund der Zugänglichkeit und der schwarze Plastikring zuerst nicht "runterwollte...und man die unteren Schrauben nur seitlich durch den Balg er Spurstangen vernünftig erreichen kann...bzw. sie nur richtig festziehen kann, wenn man unter dem Auto liegt.
Dazu war das Aufbocken auf 2 Böcken notwendig, was es gleichzeitig wesentlich erleichterte, die Lenkung von Hand und nicht vom Lenkrad aus,
nach rechts und links zu ändern, um von oben bzw. unten überhaupt an die Schrauben zu kommen.   Dauer 2-3 Stunden.

Danach hatte ich das "Privileg", ein nagelneues Traggelenk tauschen zu dürfen, da die Werkstatt beim Wechseln der Achsmanschetten die Manschette meines neuen Traggelenks kaputtgemacht hat.... Hätte die äußeren Antriebswellenmanschetten besser selber wechseln sollen: die haben sie mir übrigens beim erstmaligen Wechseln der Querlenkerbuchsen und Traggelenke beidseitig kaputt gemacht.....mit Ansage, denn ich hatte sie gewarnt, vorsichtig beim Rausziehen des Traggelenks zu sein Nenene Bin verärgert! Uuups  .

Wie würde Loddar Matthäus in bestem Denglisch sagen: "Again what learned."

Viele Grüße Jawoll Chef! ,

Alex
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#10
Hallo zusammen,

da dies hier der jüngste Beitrag zum Thema Lenkmanschette ist:

Gibt es Empfehlungen bzgl. des Herstellers?

Normalerweise tendiere ich mittlerweile automatisch zu Lemförder. Aber das Teil von SKF ist locker doppelt so teuer....
Ist dies eine Kuriosität am Markt oder gibt es Qualitätsunterschiede, die diese Preisdifferenz rechtfertigen?

Danke und Gruß
Manuel
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