Professor-KNG NG-Motor Grundstellung und Zündzeitpunkt
#1
Hallo Alle.
Ich bin der Überzeugung, dass der Motor in meinem Cabrio nicht richtig eingestellt ist und habe schon einiges überprüft. Der Motor fährt sich sehr träge, und dreht im 4. Gang nicht mal zügig in die Drehzahlbegrenzung. Bevor ich mich an die Überprüfung der Einspritzdüsen, bzw. Einspritzmenge usw. begebe, würde ich gern sicher sein, dass zumindest die Grundvoraussetzungen erfüllt sind. Bei der Überprüfung des korrekten Zündzeitpunktes, nach meinen Informationen 12°, habe ich beim Anblitzen einen relativ unruhigen Zündzeitpunkt festgestellt. Grundeinstellung??? 

Nach einigen Stunden erfolglosen Suchens in diversen Themen über den NG-Motor, alle in diversen Themen gefundene Links zu Einstellung bzw. Grundstellung ließen sich nicht öffnen, bzw. waren nicht für den NG2-Motor. Vermutlich gibt es jede Menge Information dazu im Forum, aber ich kann da auch unter FAQ leider nichts finden, wo ich wirklich etwas damit anfangen könnte.
Eine Info zwischen den Zeilen eines Betrags war zum Beispiel,- Sicherung im Kraftstoffpumpenrelais und eine Brücke in die beiden Steckvorrichtungen OBD stecken. Ob das wirklich so richtig für meine NG2-Motor ist und wo genau die Brücke am OBD-Stecker reingesteckt werden soll blieb dabei offen. Einfach irgendwo planlos ne Brücke reinstecken ist mit dann doch zu heikel.

Also nun eine Anfrage zum Thema Zündzeitpunkteinstellung und vorbereitenden Arbeiten bzw. Voraussetzungen für die Einstellung der Zündung für den NG2-Motor.
Ich bin nicht im Besitz eines Diagnosegerätes und hoffe, dass es auch ohne Diagnosegerät eine Lösung gibt.
Zumal mein Cabrio ja auch nur 2 Stecker (OBD1) besitzt.

Danke schon mal, liebe Grüße und frohe Osterfeiertage
 Klaus aus OB
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#2
Hallo Klaus,

Marco Degenhardt zur Folge liegt das an 3 Dingen: Sprit, Luft oder Funke.
Diese 3 Faktoren musst Du prüfen.
1. Beginne mit einfachen Sachen wie Zündkerzen prüfen. (Braunes Bild: gut, weißes Bild: zu heiß, schwarz: zu fett)
2. Sind die Zündkabel in Ordnung,
3. .....und in der Zündfolge auf dem Verteiler?
3a. Ist der Zündfunke stark /schwach? Verteiler verschlissen/verbrannt?
4. Ist das Ansaugsystem dicht? Überprüfe den gesamten Ansaugtrakt nach dem Massen/Mengenmesser auf Nebenluft
5. Hängt der Drosselklappenzug richtig ein?
6. Mengenteiler........kein Kommentar. Düsen durch die Standzeit zu oder die Stauscheibe ist undicht, neben vielem Anderen.
7. Kraftstoffsystem dicht? Arbeitet die Pumpe wie sie soll? Schläuche innen gequollen und zu wenig Sprit kommt vorne an? Filter zu?
Etc etc.

Wenn ein Motor nicht zieht musst Du alle Faktoren berücksichtigen. Bei den Autodoktoren auf youtube wurde ein Mercedes w124 repariert, der genau dieses Phänomen zeigte und exakt das gleiche Einspritzsystem (k-jetronic mit Mengenteiler) wie der Audi hat. Schau Dir diese Folge mal an. Ggf. Ist es das gleiche wie bei Dir.

Bei Marco Degenhardt kann man ein bisschen die Systematik ansehen, wie er vorgeht um einen Motor wieder zum Laufen zu bringen.
Ansonsten musst Du das Phänomen noch etwas genauer beschreiben,
Kerzenbild, Leerlaufverhalten, Kaltstartverhalten, warmstart etc. Hieraus könnte man u.U. die Fehlerquellen einschränken.

Just my 2 cent. Sorry für Typos

Viele Grüsse Christian
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#3
Guten Morgen,

macht er das nur im kalten oder warmen Zustand?

Gruß Michael
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#4
Hallo Klaus,

und mal einige Infos zum Zündzeitpunkt. Diesen korrekt einzustellen bzw. zu prüfen kann ja nicht schaden.
  • Der Zündzeitpunkt beim NG2 liegt bei 15 Grad +- 1 Grad und nicht bei 12 Grad
  • Du hast richtig beobachtet das dieser im Leerlauf lustig schwankt, was auch richtig ist
  • Um einen kontanten Zündzeitpunkt im Leerlauf für Einstellungszwecke zu erhalten, muss das Steuergerät in den Diagnosemodus
  • Der Diagnosemodus wird durch die Drahtbrücke zwischen den Diagnosesteckern hergestellt (bei den älteren Audis war das die Geschichte mit der Sicherung auf dem Benzinpumpenrelais)
  • Mein 94er hat sogar 3 Diagnosestecker, schwarz, weiß und braun
  • Die Brücke wird dort zwischen dem braunen und dem schwarzen Stecker gelegt
  • Es müsste wenn man draufschaut der jeweils rechte Pin sein, also Richtung Relais etc.. 100% sicher bin ich mir da aber nicht mehr. Ist lange her.
  • Mann hört es beim stecken der Brücke auch am Motorenlauf (für geübte Ohren) das er in den Diagnosemodus geht
  • Jetzt ist der Zündzeitpunkt konstant
  • Zündzeitpunkt einstellen
  • Brücke entfernen
  • Motor auf über 2.500 U/min bringen oder Zündung aus und Neustart, dann ist der Diagnosemodus beendet
So sollte es klappen. 

VG
Michael
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Bedankt durch: Professor-K
#5
Danke für die schnellen Antworten.
Erst zu der Frage von Michael, -
sowohl kalt als auch warm, der Motor verhält sich gleich im Bezug zum Zündzeitpunkt, von einer geringfügigen Abweichung des Zündzeitpunktes beim absoluten Kaltstart.
Im Bezug auf das Laufverhalten kann ich ja nur vom betriebswarmen Motor sprechen, ich fordere ja nur den betriebswarmen Motor so.

Überprüft habe ich das Kerzenbild, - alles 5 Zündkerzen sind gleichmäßig hellbraun- die Kerzen sind relativ neu -Elektrodenabstand geprüft und ggf. geringfügig korrigiert.
Zündkabel sind korrekt aufgesteckt und auch neuwertig.
Der Zündfunke ist ebenfalls O.K..
Verteiler und Verteilerfinger neuwertig und die Kontakte - also die Kontakte am Finger und Verteilerkappe -absolut einwandfrei.
Das Ansaugsystem ist absolut dicht, hatte ich aber dennoch alles auseinander und geprüft.
Drosselklappe, - Spaltmaße, Schalterstellungen, Gaszug usw. alles O.K. bzw. eingestellt und überprüft.
Kraftstoffsystem ist dicht, Pumpe läuft, Filter erst vor kurzem erneuert, Mengenteiler nachgesehen und gereinigt.
Das Video von den Autodoc´s kenne ich glaube ich, - ich meine das war ne K-Jetronik im Benz, -also keine KE-III Jetronik, und somit eine ganz anders aufgebaute Einspritzung als der NG2-Motor besitzt, -werde aber trotdem nochmal nachsehen. Falls ich mich da vertue.
Ich tippe nach wie vor auf die "Grundeinstellung" bzw. Zündeinstellung oder "Reset" des Zündsteuergerätes.
Einspritzdüsen- Einspritzmengenkontrolle wäre nach der Zündungseinstellung der nächste Schritt, aber auch ungleich aufwändiger.

Vielleicht hat ja noch jemand ne Idee, oder eine Tipp.

Liebe Grüße Klaus

Hallo Michael.
Die Information für den Diagnosemodus ist schon mal sehr gut, -werde ich gleich mal machen.
Ich habe zwar nur einen weißen und eine schwarzen Stecker, aber ich denke eine Brücke vom schwarzen Stecker (Plus) zum weißen Stecker (K) oder (L) Ausgang werde ich ja hinbekommen. Mein Kraftstoffpumpenrelais hat ja auch keinen Sicherungssteckplatz.
Die 15° Vorzündung hab ich in meinen Infomaterial nur für den NG1-Motor mit Fliehkraftverstellung stehen. Also scheinbar eine Falschinformation! Aber ich werde es im Diagnosemodus, - sofern ich das hinbekomme, nochmal überprüfen, - und dann natürlich auf 15° einstellen. Das hatte ich zwar versuchsweise schon mal gemacht, aber wegen meine "Fehlinformation" und weil sich nicht wirklich etwas verändert hatte, wieder auf 12° zurückgenommen.
Des weiteren werde ich auch gleich mal die Funktion der Lamda-Sonde überprüfen, - weil mein Benzindrucksteller auch stark erhöhte Stromwerte anzeigte! 20mA anstelle der angestrebten 10mA. Allerdings mit einem Analog-Messgerät, welchem ich nicht soo vertraue. Vorausgesetzt die Angabe von "schwankenden 10mA ist überhaupt richtig!
Muss ich für den DIAGNOSE-Modus noch etwas beachten?

Liebe Grüße Klaus
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#6
Zitat:Muss ich für den DIAGNOSE-Modus noch etwas beachten?
Hallo Klaus,

nein, gibt nichts großartiges zu beachten.

Bei laufendem Motor brücke rein und man bemerkt ggf. eine leichte Veränderung der Leerlaufdrehzahl. Der ZZP ruht jetzt und kann eingestellt werden.

Dann wie beschrieben Brücke wieder raus und über 2.500 U/min drehen oder Neustart. Diagnosemodus ist damit automatisch beendet.

Was mir noch so einfällt. Ggf. passt mit den Steuerzeiten etwas nicht und der Zahnriemen steht um einen Zahn falsch. Kostet auch Leistung. Ggf. vor Zündungseinstellung kontrollieren.

VG
Michael
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#7
Hallo Klaus,

was mir gerade so noch einfällt.... hast Du noch ein Kaltstartventil? Wie verhält er sich bei abgezogenen Stecker.... wenn die Düse nicht richtig schließt... kommt immer mehr Kraftstoff in den Brennraum. Hast Du auch mal die Motortemperaturfühler geprüft?

Gruß Michael
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#8
(03.04.2021, 17:10)Michiammer schrieb:
Zitat:Muss ich für den DIAGNOSE-Modus noch etwas beachten?
Hallo Klaus,

nein, gibt nichts großartiges zu beachten.

Bei laufendem Motor brücke rein und man bemerkt ggf. eine leichte Veränderung der Leerlaufdrehzahl. Der ZZP ruht jetzt und kann eingestellt werden.

Dann wie beschrieben Brücke wieder raus und über 2.500 U/min drehen oder Neustart. Diagnosemodus ist damit automatisch beendet.

Was mir noch so einfällt. Ggf. passt mit den Steuerzeiten etwas nicht und der Zahnriemen steht um einen Zahn falsch. Kostet auch Leistung. Ggf. vor Zündungseinstellung kontrollieren.

VG
Michael
Hallo Michael.
Die Steuerzeiten hatte ich als erstes schon kontrolliert, stehen ein 1/3 Zahn daneben, das ist so ca. 1°. Aber ohne einem einstellbarem Nockenwellenrad kann man/ich da ja nicht wirklich was machen, und ist auch erstmal nicht so tragisch und innerhalb der Toleranzen von Block, Zylinderkopf und Nockenwelle.
Also, die Diagnoseeinstellung habe ich wohl nicht erreicht, ich habe es mit der Brücke von Plus (linker Pin schwarzer Stecker) auf abwechselnd den linken und rechten Pin des weißen Steckers versucht, da hat sich nichts verändert. Den Zündzeitpunkt habe ich trotzdem mal auf 15° eingestellt.
Ich schaue gleich mal in die Schaltpläne und werde es mal mit dem Minus (rechter Pin vom schwarzen Stecker) versuchen, also so wie Du noch in Erinnerung hattest, wobei ich eher davon ausgehe, dass der Diagnose-Modus mit Plus auf den entsprechenden Pin am weißen Stecker erreicht werden müsste.
Oder fehlt bei mit diese Funktion, weil ja der braune Stecker nicht vorhanden ist. Mein Cabrio ist von Anfang 1992 mit Fahrgestellnummer A011XXX am Ende, also relativ frühes Baujahr.
Naja, ich werde heute nichts mehr am laufende Fahrzeug ausprobieren, und dann ist ja eh erstmal Bastelpause bis Dienstag, - ich werde dann berichten.

Bis dahin wünsche ich frohe Feiertage.
Liebe Grüße,
 Klaus

(03.04.2021, 19:44)Prinz Valium schrieb: Hallo Klaus,

was mir gerade so noch einfällt.... hast Du noch ein Kaltstartventil? Wie verhält er sich bei abgezogenen Stecker.... wenn die Düse nicht richtig schließt... kommt immer mehr Kraftstoff in den Brennraum. Hast Du auch mal die Motortemperaturfühler geprüft?

Gruß Michael
Hallo Michael.
Habe es gerade erst gelesen, - ja ich habe noch ein Kaltstartventil. Aber wenn es mechanisch defekt wäre, dann nützt auch das entfernen des Steckers nichts, dann spriedelt ständig Kraftstoff ins System! Aber ist ne gute Idee, und durchaus möglich, dass da was defekt ist, da bin ich nicht darauf gekommen.
Das bekomme ich aber auch über die Landasonden-Kontrolle raus, die müsste ja dann ständig "abmagern" weil ja über das defekte Kaltstartventil das Gemisch angefettet wird.
Aber ich kann es auch einfach mal ausbauen und auch elektrisch mal prüfen. Motortemperaturfühler werde ich dann auch gleich prüfen, der "sagt" ja sicher der Lamdasonde in welchem Betriebszustand der Motor ist, also auch ein potenzieller Kunde für Fehlinformation. (Wenn ich mich nicht täusche Ich finds blöd )

Ich werde auf jeden Fall Bericht erstatten wenn ich was rausbekomme.
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#9
Hallo Klaus, wenn das Motorsteuergerät nicht im Diagnosrmodus ist kannst du die Zündung nicht richtig einstellen das ist unmöglich.
Hör auf damit am Verteiler zu drehen du verstellst sonst alles noch mehr.
Dein Druckstellerstrom kommt mir auch arg seltsam vor. 
Schau dir den  Klopfsensor genau an vor allem die Kabel bei mir waren die Kabel poröse da ganz ab 3500 Umdrehungen plötzlich nix mehr.
Du hast ne PN von mir bekommen
Gruß
Heiko
Leben und Leben lassen.Da gebe ich erst richtig Gas!
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